FüssenRiedenBär39

Baeren

Wenn es dunkel wird, gehen Philipp und Johannes eigentlich immer sofort nach Hause, in ihre Bärenhöhle. Heute aber nicht. Da bleiben sie einfach auf der großen Blumenwiese liegen. Die Vorderpfoten hinter den Bärenköpfen verschränkt, schauen sie hoch zu den Sternen, die oben am blauschwarzen Himmel um die Wette glitzern.

„Was machen die Sterne eigentlich tagsüber?“ fragt Johannes. „Spielen natürlich!“ antwortet Philipp. „Meinst du wirklich?“ Johannes kratzt sich verwundert am Ohr. „Was denn sonst?“ lacht Philipp. „Wir spielen doch auch den ganzen Tag!“ „Und was spielen die so?“ fragt Johannes neugierig. Philipp zuckt mit den Schultern: „Fußball vielleicht?“

„Oh ja! Da möchte ich mitspielen!“ ruft Johannes begeistert. „Ach, ich wünschte, wir könnten mal zu den Sternen fliegen!“ Und da im Bärenland alle Herzenswünsche erfüllt werden, landet –plumps- eine knallbunte Rakete mitten auf der Blumenwiese.

Philipp und Johannes müssen nur noch einsteigen, und schon saust die Rakete los: hoch in den Himmel hinauf. Die beiden Freunde drücken ihre Bärennasen am Fenster platt und staunen: Die Blumenwiese wird immer kleiner und kleiner. Blitzschnell fliegen sie durch die Wolken, den Sternen entgegen.

Zu den Sternen aber ist es eine weite Reise, es dauert eine ganze Nacht lang. Und deshalb machen es sich die beiden in den Raketenhängematten gemütlich und schlafen ein. Johannes träumt vom Sternenfußball. Und Philipp vom Ritt auf einem Kometenschweif.

Dann plötzlich gibt es einen Ruck. Die Rakete ist gelandet:„Milchstraße. Alles aussteigen. Der Flug endet hier!“ Johannes und Philipp purzeln aus den Hängematten, kullern zur offenen Raketentür hinaus und fallen mit einem kleinen Plumps auf eine große, milchweiße Straße. Verdutzt reiben sie sich die Augen, denn vor ihnen stehen zwei herrlich leuchtende Sternenbären: ein großer und ein kleiner.

„Hallo!“ begrüßt Philipp die Sternenbären vorsichtig. „Wer seid ihr denn?“
„Ich bin der große Bär!“ sagte der große Sternenbär. „Und ich bin der kleiner Bär!“ sagte der kleine Sternenbär. „Wir wohnen hier, in der Milchstraße Nr.7. Und wer seid ihr?“
Da stellen sich auch Philipp und Johannes vor. Und sie sind hier genau richtig. Denn in der Milchstraße wohnen alle Sterne und Himmelsbewohner.

„Wir sind hier“, erklärt Johannes, „um herauszufinden, was ihr und die anderen Sterne tagsüber so macht!“ Der kleine Bär lacht: „Spielen natürlich!“ „Habt ihr vielleicht Lust, mit uns Fußball zu spielen?“ fragt der große Sternenbär und trippelt mit einem kleinen gelben Mond. „Klar doch!“ rufen Johannes und Philipp beinahe gleichzeitig. Und wer hätte gedacht, dass Fußball mit einem echten Mond so viel Spaß macht?

In der Pause trinken alle vier Bären echte Milchstraßenmilch und schlecken Himmelshonig. „Kann man hier auch reiten?“ fragt Philipp auf einmal. „Aber ja doch!“ ruft der große Sternenbär. „ Wir haben erstklassige Kometenschweife!“ Und die Bären rennen zur Kometenkoppel. Wenig später galoppieren sie schon auf den putzmunteren Kometenschweifen kreuz und quer durch die Lüfte. „Yipieh!“ ruft Philipp und fühlt sich wie ein echter Sternencowboy.

Die vier Bärenfreunde reiten und spielen noch bis es dunkel wird. „Und was macht ihr nachts?“ murmelt Johannes leise. Denn er ist nun schon ganz müde geworden. „Nachts“. gähnte auch der kleine Sternenbär, „schlafen wir in unserem Himmelbett. Und wenn ihr wollt, ist da auch noch Platz für euch!“.

Alle kuschelten sich in das riesengroße weiche Himmelbett. Nach Hause fliegen, dachte Philipp, können wir ja auch morgen noch. So kam es an diesem Abend, das man von der Erde aus nicht nur den *Großen und Kleinen Bären* sehen konnte, sondern ganz dicht angekuschelt noch zwei Bären dazu.

Das sorgte nicht minder für Aufregung unter den Sternenguckern auf der Erde. Schaut doch heute Nacht mal rauf, ob Philipp und Johannes noch immer oben sind.

Eine bärig gute Nacht, wünscht die Familie Bär.

 

 

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